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Internationaler Hansetag in Danzig

Die Hansestädte Stade und Buxtehude präsentierten sich von Donnerstag, 13. Juni, bis Sonntag, 16. Juni, gemeinsam auf dem 44. Internationalen Hansetag in Danzig. Die beiden Städte reisten dafür mit einer Delegation aus Politik und Verwaltung an. Die Stader Delegation war mit über 70 Personen einschließlich der Stader Hafensänger – angeführt von Bürgermeister Sönke Hartlef – die größte Delegation vor Ort. Aus Buxtehude stellte zudem die von der Hanse ausgewählte Künstlerin Barbara Lorenz Höfner ihre Werke bei den HANSEartWORKs vor.

„Der Wandel beginnt hier“ lautete das Motto des Hansetages in der polnischen Hansestadt Danzig. 85 Hansestädte aus 14 europäischen Ländern kamen dabei zusammen und feierten mit mehreren Tausend Gästen aus dem In- und Ausland das hansische Kulturerbe, setzen ein gemeinsames Zeichen für Toleranz und Frieden in Europa und befassten sich mit der Vision der europäischen Zusammenarbeit und dem Streben nach einer besseren, nachhaltigeren Zukunft. Der Hansetag war auch eine Plattform für Führungskräfte, Unternehmer, Kreative, Wissenschaftler, Kreative und Innovatoren, um die Welt von morgen zu gestalten.

Gemeinsame Präsentation mit Hanseatischem Kaffeegarten

Die Hansestädte der Metropolregion Hamburg, Lübeck, Lüneburg, Uelzen, Buxtehude und Stade präsentierten sich auf ihrem Stand auf dem Hansemarkt gemeinschaftlich und informierten jeweils über ihre Besonderheiten. Die Präsentation auf dem Gemeinschaftsstand wurde von den Besuchern sehr gut angenommen. Zudem bereicherten die Stader Hafensänger das Bühnenprogramm mit gleich drei Auftritten auf der Hauptbühne und die Hanseparty mit Shantys. Zum 18. Mal wurde während der Hansetage die HANSEartWORKS veranstaltet. Neun Künstlerinnen und Künstler aus Polen, Schweden, Lettland und Deutschland präsentierten ihre Arbeiten zum Thema „Made in Hansa“ im Zentrum für Zeitgenössische Kunst ŁAŹNIA. Präsentiert wurde auch die Rauminszenierung mit Objekten „Briefe in die Heimat – oder die ungenaue Lage des Paradieses“ der Buxtehuder Künstlerin Barbara Lorenz Höfer.

Themen des Hansetages

Die Vertreter aus Verwaltung und Tourismus sowie Mitglieder unterschiedlicher Parteien aus dem Rat beider Städte nahmen an den Sitzungen des Städtebundes teil, darunter der Bürgermeistergipfel, die Delegiertenversammlung, Kommissionssitzungen, Kulturpartnerschaften und verschiedenen Arbeitsgruppen wie HanseARtWorks. HanseGilde, Nachhaltige Hanse, Faire Hanse, Hanse-Archive und Tourismus, auch die Jugendhanse war vertreten. Stade vertritt die niedersächsischen Städte in der Kommissionssitzung. Die Ratsmitglieder nahmen am Wirtschaftsforum teil. Der Hansetag hat auch dieses Jahr ein übergeordnetes Zeichen gesetzt für die Völkerverständigung. Neben weiteren Themen wurde mit der Stadt Laredo die erste spanische Stadt in den Hansebund der Neuzeit aufgenommen.

Sönke Hartlef, Bürgermeister der Hansestadt Stade nahm persönlich das erste Mal an einem Internationalen Hansetag teil und zieht als Fazit: „Danzig war eine hervorragende Gastgeberstadt der Hansetage. Begeistert hat mich, wie intensiv inhaltliche Arbeit und Netzwerkaktivitäten an diesen Tagen stattfinden. Außerdem ist es schön zu erleben, dass vermehrt junge Menschen Interesse an der Hanse haben.“ Der lebendige Austausch unter den Hansestädten wird auch durch die Jugendhanse gelebt. Hellen Minor nahm als Auszubildende der Stade Marketing und Tourismus GmbH stellvertretend für die Jugendhanse teil: „Die Jugendhanse ist eine sehr weltoffene Gemeinschaft, die uns herzlich aufgenommen hat. Wir hatten vier aufregende und aktivitätenreiche Tage und haben neue Freundschaften geschlossen“. 

Erstmalig: Bürgermeistergipfel

Zum ersten Mal fand ein Gipfeltreffen der Bürgermeister statt, an dem 50 Bürgermeister teilnahmen, darunter auch Stades Bürgermeister Sönke Hartlef und der stellvertretende Bürgermeister von Buxtehude, Christian Krüger.

Sie diskutierten die zukünftigen Herausforderungen für die Kommunen. Diese Initiative mündete in den Hanseatischen Dekalog. Die Hauptthemen des Bürgermeistergipfels waren die Förderung nachhaltiger Mobilität, die Veränderung des Mobilitätsverhaltens der Stadtbewohner, die Raumplanung und das Stadtmanagement unter Berücksichtigung einer effizienten Wasserwirtschaft sowie die Stärkung umweltfreundlicher Praktiken. Die Bewahrung des hanseatischen Erbes diente als Plattform für den Austausch von Meinungen, sozialen, kulturellen und wirtschaftlichen Ideen und trug zur Entwicklung der Demokratie bei. Auch der demografische Wandel und die soziale Aktivierung waren wichtige Anliegen der Bürgermeister. Die Schlussfolgerungen des Gipfeltreffens mit dem Ziel, kompakte, klimafreundliche und energieeffiziente Städte zu erlangen, wurden auf der Delegiertenversammlung präsentiert.

Zur Historie

Nach dem Zerfall des Hansebundes des Mittelalters im 17. Jahrhundert ist die Hanse seit 1980 wieder aktiv und vereint mittlerweile knapp 200 Hansestädte im Hansebund der Neuzeit. Das Ziel der Hansebewegung ist es, den Kontakt zwischen den Städten und ihren Bürgern zu intensivieren und die Beziehung auf den Gebieten Kultur, Tourismus und Handel zu fördern. Vertreter der Hansestädte kommen einmal im Jahr zusammen, um sich miteinander zu vernetzen, Erfahrungen auszutauschen und gemeinsame Strategien zu entwickeln. Die Hansetage bieten dazu mit ihren Seminaren, Workshops, Märkten, Kultur- und Sportprogrammen gute Möglichkeiten und dienen zudem der Völkerverständigung und des kulturellen Austausches. Der Internationale Hansetag fand 1994 im Rahmen der 1000-Jahr-Feierlichkeiten auch in Stade statt. Der nächste Hansetag findet 2025 in Visby, Schweden, statt.

Weitere Informationen
www.hanse.org

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