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Starke Frauen. Sichtbar. Vernetzt. Engagiert.
Stade rückt die Frauen in den Fokus
Rund um den Internationalen Frauentag und den Equal Care Day im März rückt Stade Frauen, ihre Geschichte und ihre gesellschaftliche Bedeutung in den Mittelpunkt. Ein vielfältiges Programm lädt dazu ein, neue Perspektiven einzunehmen, Rollenbilder zu hinterfragen und inspirierende Lebenswege kennenzulernen.
Im Kunsthaus zeigt die Ausstellung „Frauen machen Schule“ wegweisende Künstlerinnen und ihre Bedeutung für die Moderne. Ergänzt wird das Angebot durch besondere Erlebnisgästeführungen, die Frauengeschichte lebendig werden lassen – etwa mit der Frau des Apothekers, mit Luise Meyer, mit Aurora von Königsmarck oder bei den beliebten „Stader Frauenzimmern“.
Ob Kunst, Geschichte oder gesellschaftlicher Dialog: Diese Angebote machen sichtbar, wie Frauen Vergangenheit und Gegenwart prägen – und laden alle Interessierten ein, mitzudenken, mitzuerleben und mitzudiskutieren.
Internationaler Frauentag am 8. März
Der Internationale Frauentag steht für Gleichberechtigung, Sichtbarkeit und die Stärke von Frauen weltweit. Er lädt dazu ein, Erfolge zu feiern, auf bestehende Ungleichheiten aufmerksam zu machen und gemeinsam neue Perspektiven zu eröffnen. Ein Tag, der inspiriert, verbindet und zeigt, wie wichtig Engagement für Chancengleichheit – gestern, heute und morgen – ist.
Anlässlich des Weltfrauentags und des damit verbundenen Equal Care Days finden in der ersten Märzwoche zahlreiche Veranstaltungen in der Altstadt und am Ankerplatz statt, die die Frauen in den Fokus rücken.
Equal Care Day Woche
Am Equal Care Day am 1. März 2026 rückt eine Arbeit in den Fokus, die die Gesellschaft zusammenhält – und doch oft unsichtbar bleibt: Sorgearbeit. Kinderbetreuung, Pflege, Hausarbeit und emotionale Fürsorge werden überwiegend von Frauen geleistet, häufig unbezahlt oder schlecht entlohnt.
In Stade findet zu diesem Anlass die Aktionswoche „Who cares?“ vom 1.-7. März statt. Verschiedene Veranstaltungen laden dazu ein, sich zu informieren, auszutauschen und gemeinsam über Wege zu mehr Anerkennung und gerechter Verteilung von Care-Arbeit zu diskutieren. Sie hinterfragen Rollenbilder, machen strukturelle Ungleichheiten sichtbar und setzen Impulse für gesellschaftlichen Wandel.
Ausstellung: Frauen machen Schule
Als Valesca Röver 1891 in Hamburg eine Kunstschule für Frauen gründete, schrieb sie Kunstgeschichte – zu einer Zeit, als staatliche Akademien Frauen noch ausschlossen. Ihre Schule wurde zu einem wichtigen Ort des Aufbruchs in die Moderne und brachte zahlreiche bedeutende Künstlerinnen hervor. Die aktuelle Ausstellung im Kunsthaus Stade erzählt von Mut, Netzwerken und neuen künstlerischen Wegen und rückt sowohl die Lehrerinnen als auch ihre bemerkenswerten Absolventinnen in den Fokus.
Eine zeitgenössische Perspektive eröffnet Anne Bracht, die mit ihrer Tape Art eine visuelle Brücke zwischen der Kunst der Moderne und der Gegenwart schlägt.
Stader Frauenzimmer
Tauchen Sie ein in die faszinierende Welt der Stader Frauen und erleben Sie eine Stadtführung der besonderen Art. Bei diesem unterhaltsamen Rundgang durch Stade werden bewegende Lebensgeschichten, geheime Liebschaften und mutige Frauen lebendig. Gastgeberinnen aus der Vergangenheit nehmen Sie mit auf eine Zeitreise und zeigen, wie Frauen hier lebten, liebten und ihre eigene Stärke entdeckten. Freuen Sie sich auf eine eindrucksvolle Erlebnisführung voller Geschichte, Emotionen und überraschender Perspektiven.
Mit Luise Meyer "blau" machen...
Begeben Sie sich auf eine amüsante Zeitreise durch die Altstadt von Stade und lassen Sie sich von Luise Meyer, der Ehefrau des Färbers Ruprecht-Daniel Meyer, charmant durch verwinkelte Gassen führen. Bei dieser unterhaltsamen Themenführung dreht sich alles um Redewendungen aus dem Mittelalter, die bis heute unseren Alltag prägen. Erfahren Sie, wo einst „schmutzige Wäsche gewaschen wurde“, was es mit dem „weißen Gold“ auf sich hatte und wer in Stade „steinreich“ oder „arm wie eine Kirchenmaus“ war. Humorvoll, überraschend und mit vielen Aha-Momenten – eine Erlebnisführung, bei der Geschichte lebendig wird und Sprichwörter plötzlich ganz neue Bilder bekommen.
Mit der Frau des Apothekers
Reisen Sie zurück ins Jahr 1791 und begegnen Sie der Apotheker-Witwe Maria, die in auffälligem Gewand plötzlich vor Ihnen steht und Sie zu einem besonderen Rundgang durch Stade einlädt. Mit Witz und Charme berichtet sie vom „letzten Schrei“ der damaligen Zeit, von Krankheiten, kleinen Zipperlein und den oft überraschenden Heilmitteln des ausgehenden 18. Jahrhunderts. Bei kurzen Einkehrstationen dürfen Sie sogar die eine oder andere „kulinarische Arznei“ probieren. Ganz nebenbei entdecken Sie die spannende und wechselvolle Geschichte der alten Stader Apotheken – unterhaltsam, genussvoll und voller lebendiger Geschichten.
Aurora von Königsmarck lässt bitten...
Begeben Sie sich auf eine faszinierende Spurensuche zu einer der eindrucksvollsten Frauen des Barock: Maria Aurora von Königsmarck. In ihrem Geburtsort Stade und später im historischen Ambiente von Schloss Agathenburg erwacht ihre Geschichte zum Leben.
Die Themenführung verbindet Stadtgeschichte, Macht und Persönlichkeit – bis die Gästeführerin selbst in die Rolle der Gräfin schlüpft und Sie im historischen Gewand auf Schloss Agathenburg empfängt. Eine eindrucksvolle Zeitreise voller Eleganz, Stärke und Geschichte.
Drei kreative Frauen im Kultur-Pop-Up
Im März zeigen drei Künstlerinnen im Kultur-Pop-Up in Stade ihr kreatives Schaffen und bereichern den Monat mit zeitgenössischer Kunst, handwerklicher Präzision und Materialvielfalt zum Anschauen, Anfassen und Staunen.
Unter dem Label „Frau Schröder druckt“ präsentiert die Künstlerin Sarah Schröder ihre Arbeiten aus traditioneller Druckkunst, experimentellen Papierarbeiten und nachhaltiger Gestaltung.
Rita Thomforde blickt auf einen langen künstlerischen Weg zurück. Ausgehend von der Seidenmalerei entwickelte sie ihre Leidenschaft für Malerei auf Papier und Leinwand weiter. Heute arbeitet Rita Thomforde vorwiegend mit Acrylfarben und Mischtechniken. Viele ihrer Werke zeigen eine intensive Auseinandersetzung mit Material, Farbe und Oberfläche – diese präsentiert sie in einer farbenfrohen Ausstellung im Kultur-Pop-Up.
Mit ihren ausdrucksstarken Filzarbeiten entführt „Marlene_filzt“ die Besucherinnen und Besucher ihrer Ausstellung in eine faszinierende Tierwelt. In aufwendiger Nadel-Filztechnik entstehen aus Wolle Tiere vom verspielten Eichhörnchen bis zum majestätischen Hirsch