Die Stade Marketing und Tourismus (SMTG) hat zum Nachholtermin des Neujahrs-Kickoff zur Vorstellung der Tourismusstrategie Stade 2030 in die Seminarturnhalle geladen, der ursprünglich angesetzte Januartermin musste aufgrund von Eis und Schnee kurzfristig abgesagt werden. Vom erneuten Schneefall ließen sich die 120 Teilnehmenden nicht abhalten – gemeinsam sollte der Blick nach vorne gerichtet und mit der Tourismusstrategie 2030 für die Hansestadt Stade die zukünftige Ausrichtung und Entwicklung des Tourismus vorgestellt werden.
Nach der Begrüßung von Dr. Andreas Schäfer, Geschäftsführer der SMTG, führte Stades ehemaliger Bürgermeister und Staatsrat a. D. Andreas Rieckhof durch den Abend, der auch mit kritischen Fragen den Blick aus unterschiedlichsten Perspektiven auf die Themen lenkte. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand dabei der Austausch über Ziele, Handlungsfelder und Perspektiven, die den Tourismus in den kommenden Jahren sowohl in der Stadt Stade als auch in der gesamten Urlaubsregion Altes Land am Elbstrom prägen werden. Interessierte Bürgerinnen und Bürger, touristische Akteure, Einzelhändler sowie Vertreter aus Politik und Wirtschaft folgten dem Impulsvortrag von Landrat Kai Seefried zur Bedeutung des Tourismus in Stade für die Region mit dem Tenor, als starkes Netzwerk am meisten erreichen zu können. Dies wurde auch von der Geschäftsführerin des Tourismusverbandes Landkreis Stade/Elbe e.V., Ines Utecht, unterstrichen.
Als Mittelpunkt des Abends stellte das Tourismusstrategie-Team SMTG die zentralen Schwerpunkte der neuen Strategie vor. Unter dem Leitgedanken „Besser.Machen.“ zeigt die vom Team selbst erarbeitete Strategie auf, wie der Tourismusstandort Stade qualitativ, nachhaltig und innovativ weiter gestärkt werden soll – eingebettet in das lokale und regionale Tourismusnetzwerk. Auf Basis der starken Ausgangslage ist das Ziel, das hochwertiges Angebot weiterzuentwickeln flankiert von guter Infrastruktur, passgenauen Leistungen und sehr gutem Service.Neben der Bindung von Stammgästen sollen zunehmend jüngere Reisende und Familien stärker in den Fokus rücken. Mit Potential wird die Stärkung der Nebensaison bewertet, um die Monate November und Januar bis März besser auszulasten. Insgesamt dient dieDigitalisierung als Motor: Moderne digitale Lösungen sollen die Sichtbarkeit der Angebote erhöhen und eine zeitgemäße Gästeinformation und Buchbarkeit ermöglichen. Tourismus wird als Gemeinschaftsaufgabe im Schulterschluss aller Akteure vor Ort und im regionalen Netzwerk aus Wirtschaft, Politik, Einwohnerinnen und Einwohnern sowie touristischen Akteuren präsentiert. Dementsprechend fand in der Pause und nach der Veranstaltung in vielen Gesprächen ein reger Austausch statt.
Darüber hinaus wurden Einblicke in die aktuelle Studie „Wirtschaftsfaktor Tourismus in der Hansestadt Stade“ durch Karsten Heinsohn, Geschäftsführer des Tourismusforschungsunternehmens dwif gegeben. Die Studie auf Datenbasis des Jahres 2024 zeigt, dass der Tourismus eine klassische Querschnittsbranche ist, von der viele weitere Branchen profitieren – neben dem Gastgewerbe auch Dienstleistungen, Einzelhandel sowie Zulieferbetriebe. Der Tourismus ist im gesamten Landkreis Stade und in der Hansestadt Stade von erheblicher wirtschaftlicher Bedeutung. 3,2 Millionen Aufenthaltstage, gut 280.000 Übernachtungen, über 1.860 ortsgebundene Arbeitsplätze sowie Millionenumsätze im Einzelhandel, Gastgewerbe und Dienstleistungsbereich hat der Tourismus eine starke Wirtschaftskraft in der Hansestadt Stade, wie die Analyse belegt. „Auch aufgrund dieser Faktoren lohnen sich Investitionen von Kommunen und Unternehmen in den Tourismus: in tourismusbezogene Infrastruktur, konkrete Produkte und die touristische Vermarktung“, so Heinsohn. Attraktive Angebote aller Akteure in Stade und eine gute Infrastruktur kämen Gästen und Einheimischen zugute.
Im Schlusswort unterstrich Carsten Brokelmann, Aufsichtsratsvorsitzender der SMTG, die wirtschaftliche Bedeutung des Tourismus für die Hansestadt Stade auch in der Region und die Impulse für Einheimische und Gäste. Ein attraktives Freizeit- und Tourismusangebot trage dabei wesentlich zur Standortqualität bei – für Gäste ebenso wie für Einheimische.
Ziel ist es, Stade als lebendige, lebenswerte und zukunftsorientierte Stadt am Wasser weiter zu profilieren. „Besser.Machen.“ bleibt dabei Leitgedanke und Anspruch zugleich – für eine touristische Entwicklung, die wirtschaftlich tragfähig, ökologisch verantwortungsvoll und gesellschaftlich breit getragen ist. Die Tourismusstrategie steht auch zum Download auf www.stade-tourismus.de bereit.




